Wallfahrts- und Pfarrkirche Gutenbrunn mit den Gastgebern Anna und Herbert

Die Wallfahrtskirche Gutenbrunn ist weit mehr als ein religiöses Bauwerk.

Ihre Geschichte ist eng mit der Gutenbrunner Quelle verbunden.

Sie umfasst ein besonderes Marienbild und die jahrhundertealte Wallfahrtstradition des Ortes.

Mit ihrer gelb-weißen Fassade und dem markanten Uhrturm prägt die Wallfahrtskirche Gutenbrunn bis heute das Erscheinungsbild von Gutenbrunn.

Für unsere Feriengäste ist sie ein ruhiger und geschichtsträchtiger Ort. Bei einem Spaziergang durch den Ortskern lässt er sich wunderbar entdecken.

Pfarrkirche Mariä Heimsuchung

Die Gutenbrunner Pfarrkirche ist der heiligen Maria Heimsuchung geweiht. Das Patrozinium wird am 2. Juli gefeiert.

Im Mittelpunkt der religiösen Überlieferung steht ein Gnadenbild der Maria lactans. Zudem zeigt diese Darstellung Maria als stillende Mutter mit dem Jesuskind. Das Gnadenbild verbindet die Wallfahrtskirche Gutenbrunn bis heute mit der Geschichte der Gutenbrunner Quelle und der früheren Wallfahrt.

Die Pfarre Gutenbrunn nennt Maria Heimsuchung als Patronin und beschreibt das Gnadenbild als eine Darstellung der stillenden Gottesmutter. Informationen des Pfarrverbandes St. Josef im Waldviertel

Wie Gutenbrunn zu seinem Namen kam

Der Name Gutenbrunn verweist auf einen „guten Brunnen“ beziehungsweise eine besondere Quelle. Diese Quelle wurde bereits vor Jahrhunderten von Menschen aufgesucht und entwickelte sich zu einem Ziel für Wallfahrer.

Wie bei vielen alten Wallfahrtsorten sind historische Ereignisse und mündlich weitergegebene Legenden eng miteinander verbunden. Die folgenden Erzählungen gehören zur örtlichen Überlieferung und sind nicht als wissenschaftlich belegte Tatsachen zu verstehen.

Die Legende von der Heiligen Familie

Eine Gutenbrunner Legende führt zurück in die Zeit der Hussitenbewegung zu Beginn des 15. Jahrhunderts.

Der Überlieferung zufolge soll die Heilige Familie aus Böhmen in Richtung Mariazell geflohen sein. Auf ihrem Weg machte sie zunächst in Schönbach am „Schönen Bach“ Rast und zog anschließend weiter nach Gutenbrunn.

Dort soll sie an einer Quelle Halt gemacht haben. Seit dieser Zeit wurde dem Wasser der Gutenbrunner Quelle in der Volksfrömmigkeit eine besondere Bedeutung zugeschrieben.

Die Marktgemeinde Gutenbrunn beschreibt diese Überlieferung als Ursprung der Wallfahrtstradition und des Ortsnamens. Geschichte der Gutenbrunner Quelle

Die Legende vom Hirtenbuben und dem Gnadenbild

Eine zweite Erzählung berichtet von einem Hirtenbuben und einer Kuh. Das Tier soll immer wieder zur Quelle gegangen sein, um dort zu trinken.

Der Hirtenbub folgte der Kuh und entdeckte der Legende nach am Grund der Quelle ein Bild der stillenden Maria. Dieses Marienbild wurde später zum Gnadenbild von Gutenbrunn.

Die Darstellung der stillenden Gottesmutter ist auch unter dem lateinischen Namen „Maria lactans“ bekannt. Sie symbolisiert Nähe, Fürsorge, Geborgenheit und mütterliche Liebe.

Von der Quelle zur ersten Kapelle

Mit der zunehmenden Bedeutung der Quelle entstand das Bedürfnis nach einem Ort des Gebets. Anfangs soll sich über der Quelle eine einfache Holzkapelle befunden haben.

Für das Jahr 1726 ist ein Streit um eine nicht genehmigte Kapelle überliefert. Auch um ihren Erhalt ranken sich mehrere Erzählungen.

Im Jahr 1770 wurde eine größere Kapelle errichtet. Sie bildete einen wichtigen Schritt auf dem Weg von der kleinen Wallfahrtsstätte zur späteren Kirche.

Die Entstehung der heutigen Kirche

Um 1800 entwickelte sich aus der Kapellentradition eine Schlosskirche. Der Bau stand in engem Zusammenhang mit der damaligen Herrschaft Gutenbrunn.

Kaiser Franz I. verbrachte zwischen 1807 und 1833 wiederholt Sommeraufenthalte in Gutenbrunn. An diese Zeit erinnern noch heute örtliche Bezeichnungen wie das Kaiserbankerl. Eine regionale Darstellung der Entwicklung von der Holzkapelle zur Pfarrkirche bietet der Historische Verein über MeinBezirk.

Die heutige Kirche ist als spätbarocke Saalkirche gestaltet. Besonders auffällig sind:

  • die gelb-weiße Fassadengestaltung
  • der dreigeschoßige Kirchturm
  • die weithin sichtbaren Turmuhren
  • der geschwungene Turmhelm
  • die gegliederte Fassade mit weißen Pilastern
  • die hohen Fenster des Langhauses
  • der historistische Hochaltar
  • das Gnadenbild der stillenden Maria

Gutenbrunn wird eine eigenständige Pfarre

Ursprünglich gehörte Gutenbrunn zur Pfarre Martinsberg. Erst im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einer selbstständigen Pfarre.

Nach den Angaben des Pfarrverbandes wurde Gutenbrunn 1953 zur Pfarrexpositur. Im Jahr 1957 erfolgte die rechtliche Errichtung als Pfarre Mariä Heimsuchung.

Seitdem ist die Wallfahrtskirche Gutenbrunn nicht nur ein historischer Wallfahrtsort, sondern auch das religiöse Zentrum der örtlichen Pfarrgemeinde.

Das Gnadenbild der stillenden Maria

Das Gnadenbild gehört zu den wichtigsten Besonderheiten der Kirche. Es zeigt Maria mit dem Jesuskind in einer besonders menschlichen und fürsorglichen Darstellung.

Die stillende Maria steht sinnbildlich für:

  • mütterliche Liebe
  • Geborgenheit
  • Fürsorge
  • Schutz
  • Nahrung und Leben
  • die menschliche Nähe der Gottesmutter

Unabhängig von der persönlichen Religiosität vermittelt diese Darstellung einen Einblick in die Glaubenswelt und Volksfrömmigkeit früherer Generationen.

Ein Ort der Ruhe und Besinnung

Die Kirche ist auch für Gäste interessant, die nicht aus religiösen Gründen nach Gutenbrunn kommen. Der ruhige Kirchenraum, die Architektur und die Geschichte machen sie zu einem Ort der Besinnung.

Ein Besuch bietet Gelegenheit:

  • einen Moment still zu werden
  • die historische Ausstattung zu betrachten
  • mehr über die Ortsgeschichte zu erfahren
  • die Wallfahrtstradition kennenzulernen
  • eine Kerze zu entzünden
  • dem Alltag für einige Minuten zu entkommen

Besucher sollten Gottesdienste, Andachten und private Gebetszeiten respektieren und sich im Kirchenraum entsprechend ruhig verhalten.

Wallfahrtskirche und Heilquelle gemeinsam entdecken

Die Geschichte der Kirche lässt sich nicht von der Gutenbrunner Quelle trennen. Beide gehören zu einem gemeinsamen kulturellen und religiösen Erbe.

Deshalb empfehlen wir unseren Feriengästen, nicht nur die Kirche zu besichtigen, sondern sich auch mit der Geschichte des Ortsnamens und der Quelle zu beschäftigen.

Dabei ist wichtig: Die Bezeichnungen „heilbringend“, „wundertätig“ oder „Heilquelle“ stammen aus der religiösen und volkskundlichen Überlieferung. Sie stellen keine medizinisch nachgewiesene Wirkung des Wassers dar.

Rundgang durch den historischen Ortskern

Der Kirchenbesuch lässt sich gut mit einem Rundgang durch Gutenbrunn verbinden.

Schloss Gutenbrunn

Das Schloss erinnert an die Geschichte der früheren Herrschaft und an die Zeit der kaiserlichen Aufenthalte.

Historische Gebäude

Mehrere Häuser im Ortskern erzählen von der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Gutenbrunns.

Museum und Kulturbühne Truckerhaus

Im Truckerhaus erfahren Besucher mehr über die Ortsgeschichte und die Menschen des Weinsbergerwaldes. Darüber hinaus finden dort Ausstellungen, Konzerte, Filme und Kulturveranstaltungen statt.

Inhalatorium und Kneippanlage

Nach dem kulturellen Rundgang bietet sich ein Besuch des Inhalatoriums an. Dort können Gäste inmitten der Grünanlage entspannen und die besondere Atmosphäre des Holzpavillons genießen.

Hinweise für den Kirchenbesuch

Die Öffnungszeiten können von Gottesdiensten, kirchlichen Veranstaltungen und der Jahreszeit abhängen.

Vor einem geplanten Besuch empfehlen wir:

  • die aktuelle Gottesdienstordnung zu prüfen
  • während einer Messe auf Besichtigungen zu verzichten
  • Mobiltelefone lautlos zu stellen
  • im Kirchenraum nicht mit Blitz zu fotografieren
  • Absperrungen und private Bereiche zu beachten
  • bei Mobilitätseinschränkungen die Zugänglichkeit vorab zu erfragen

Aktuelle Gottesdienstzeiten und Kontaktdaten finden Sie beim Pfarrverband St. Josef im Waldviertel.

Urlaub zwischen Natur und Geschichte

Die Wallfahrtskirche zeigt, dass Gutenbrunn nicht nur von Wäldern und Teichen geprägt ist. Auch Geschichte, Kultur und überlieferte Glaubenstraditionen gehören zum besonderen Charakter des Ortes.

Unsere drei Ferienwohnungen bieten einen idealen Ausgangspunkt, um Gutenbrunn zu Fuß zu entdecken:

  • Wohnung 1 für Familien und Urlaub mit Haustier
  • Wohnung 2 für einen großzügigen Familienurlaub
  • Wohnung 3 speziell für Gäste mit Rollstuhl oder eingeschränkter Mobilität

Als Gastgeber geben wir Ihnen gerne persönliche Tipps für Spaziergänge, Ausflugsziele und sehenswerte Plätze rund um Gutenbrunn.

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Möchten Sie die Wallfahrtskirche, die Geschichte der Quelle und die vielen Naturerlebnisse rund um Gutenbrunn selbst entdecken?

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