Smiling family of three with a golden retriever posing outside a modern home; a man in a wheelchair sits beside them.

Inhaltsverzeichnis

Zuletzt aktualisiert: September 26, 2026

Was bedeutet barrierefrei bei einer Ferienwohnung konkret

Barrierefrei bedeutet, dass eine barrierefreie unterkunft garten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Rollstuhlfahrer und Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen zugänglich und nutzbar ist. Eine barrierefreie Unterkunft mit Garten bietet nicht nur ebenerdig zugängliche Räume, sondern auch speziell ausgestattete Badezimmer, ausreichend Bewegungsflächen und einen Außenbereich, den Rollstuhlfahrer eigenständig nutzen können.

Das bedeutet konkret: Keine Stufen beim Eingang. Breite Türen, damit ein Rollstuhl durchpasst. Haltegriffe in Badezimmer und Schlafzimmer. Ein Bodenbelag, der nicht zu weich oder zu uneben ist. Ein ebener Garten, den man ohne fremde Hilfe erkunden kann.

Die österreichische Norm ÖNORM B 1601-1 definiert die Anforderungen für barrierefreies Bauen. Viele Ferienwohnungen werben mit Barrierefreiheit, erfüllen aber nur die Grundlagen. Eine wirklich barrierefreie Unterkunft mit Garten geht darüber hinaus: Sie berücksichtigt auch die Bewegungsfreiheit im Außenbereich und bietet praktische Details wie Sitzbänke, Schatten und sichere Wegeführung.

Wichtige Erkenntnis
Eine barrierefreie Ferienwohnung mit Garten ist nicht nur rollstuhlgerecht, sie ist so gestaltet, dass Menschen mit verschiedenen Mobilitätseinschränkungen den Urlaub selbstbestimmt genießen können.

Checkliste barrierefreie Ferienwohnung: Das sollten Sie überprüfen

Bevor Sie eine barrierefreie Unterkunft mit Garten buchen, sollten Sie diese Punkte systematisch überprüfen. Eine gute Checkliste verhindert böse Überraschungen bei der Ankunft.

Ebenerdiger Zugang und Türbreiten

Der Zugang zur Ferienwohnung muss komplett ebenerdig sein. Das bedeutet: kein Höhenunterschied zwischen Außenbereich und Eingangstür. Keine Schwelle, auch nicht eine kleine von zwei Zentimetern, die wird schnell zur Stolperfalle.

Türbreiten sind entscheidend. Eine Standard-Türbreite von 75 Zentimetern reicht für viele Rollstühle nicht aus. Ideal sind mindestens 80 Zentimeter, besser 85 Zentimeter lichte Breite. Das gilt für alle Türen im Haus: Eingangstür, Schlafzimmertür, Badezimmertür, Terrassentür.

Fragen Sie beim Vermieter nach:

  • Gibt es Türschwellen oder Stufen beim Eingang?
  • Wie breit ist die Eingangstür genau?
  • Sind alle Türen im Haus gleich breit?
  • Sind Türgriffe leicht zu bedienen?

Rollstuhlgerechte Badezimmerausstattung

Das Badezimmer ist der wichtigste Raum. Hier braucht es spezielle Ausstattung, damit Sie sich sicher und selbstständig waschen und pflegen können.

Essentiell sind:

  • Unterfahrbares Waschbecken (damit der Rollstuhl darunter passt)
  • Duschsitz oder Duschstuhl (nicht nur eine ebenerdige Dusche)
  • Haltegriffe in der richtigen Höhe (etwa 75-85 Zentimeter)
  • Genug Bewegungsfläche vor Toilette und Dusche (mindestens 1,5 Meter)
  • Bodenbelag, der rutschfest und nicht zu weich ist

Viele Vermietungen haben zwar eine ebenerdige Dusche, aber keine Haltegriffe und keinen Sitz. Das ist nicht ausreichend. Fragen Sie konkret nach der genauen Ausstattung, nicht nur „Ist das Badezimmer barrierefrei?“

Achtung
Ein häufiger Fehler: Vermietende sagen „ebenerdige Dusche“ und meinen damit rollstuhlgerecht. Aber ohne Sitz und Haltegriffe ist eine ebenerdige Dusche für viele Menschen nicht nutzbar. Fragen Sie immer nach der kompletten Ausstattung.

Bewegungsflächen und Bodenbeläge

Rollstuhlfahrer brauchen Platz, um sich zu bewegen. Das bedeutet ausreichend freie Fläche in jedem Raum. Vor Türen sollten mindestens 1,5 Meter Platz sein, um den Rollstuhl zu manövrieren.

Der Bodenbelag ist oft unterschätzt. Teppiche sind problematisch, der Rollstuhl sinkt ein, das Fahren wird anstrengend. Ideal sind:

  • Fliesen oder Laminat
  • Ebene, rutschfeste Oberflächen
  • Keine Übergänge oder sehr flache Übergänge zwischen Räumen

Fragen Sie nach:

  • Wie groß ist die Bewegungsfläche in Schlafzimmer und Wohnbereich?
  • Gibt es Teppiche?
  • Wie sind die Übergänge zwischen Räumen?

Der Garten als barrierefreier Außenbereich

Ein Garten macht den Urlaub erst richtig erholsam. Aber ein barrierefreier Garten ist nicht selbstverständlich. Viele Gärten haben unebene Wege, Kies statt Pflaster, oder sind einfach zu verwildert, um sie mit Rollstuhl zu nutzen.

Rollstuhlfahrer genießt einen ebenen, gepflasterten Gartenweg mit modernen Haltegriffen und Sitzbänken, umgeben von grünen Sträuchern und einer offenen Terrasse mit Sonnenschirm im Hintergrund
Rollstuhlfahrer genießt einen ebenen, gepflasterten Gartenweg mit modernen Haltegriffen und Sitzbänken, umgeben von grünen Sträuchern und einer offenen Terrasse mit Sonnenschirm im Hintergrund

Eine barrierefreie Unterkunft mit Garten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen hat:

  • Gepflasterte oder asphaltierte Wege (mindestens 1,2 Meter breit)
  • Ebene Terrasse mit Tisch und Stühlen
  • Sitzbänke mit Rückenlehne an mehreren Stellen
  • Schatten durch Bäume oder Sonnenschirme
  • Keine Stolperfallen wie Wurzeln oder Steine
  • Idealerweise auch Haltegriffe entlang der Wege

Wie erkenne ich, ob ein Garten für Rollstuhlfahrer geeignet ist

Nicht jeder Garten ist rollstuhlgerecht. Ein verwilderter Naturgarten mit Kieswegen ist schön, aber nicht barrierefrei. Fragen Sie den Vermieter konkret:

  • Sind die Wege gepflastert oder aus Kies?
  • Wie breit sind die Wege?
  • Gibt es ebene Bereiche, wo man sitzen kann?
  • Sind Wurzeln oder Steine ein Problem?
  • Gibt es Schattenplätze?
  • Kann man den ganzen Garten erreichen, oder nur einen Teil?

Besonders wichtig: Bitten Sie um Fotos des Gartens. Nicht nur ein Foto von der Blüte im Sommer, sondern auch von den Wegen und der Terrassenfläche. So sehen Sie, ob der Garten wirklich rollstuhlgerecht ist.

Terrassenzugang und Wegeführung

Die Terrasse ist das Herzstück des Gartens. Sie braucht einen ebenen Zugang von der Wohnung aus, keine Stufe, auch nicht eine kleine. Die Terrassenfläche sollte groß genug sein, um mit Rollstuhl manövrieren zu können.

Ideale Wegeführung bedeutet:

  • Ein Hauptweg, der die Terrasse mit dem Rest des Gartens verbindet
  • Keine Sackgassen, in denen man nicht wenden kann
  • Ausreichend Breite, um sich begegnen zu können
  • Keine steilen Gefälle

Viele Gärten haben schmale Wege, die nur zu Fuß nutzbar sind. Das ist nicht barrierefrei. Fragen Sie nach der genauen Breite und dem Material der Wege.

Profi-Tipp
Ein Insider-Tipp: Fragen Sie den Vermieter, ob er den Garten selbst mit Rollstuhl nutzen kann oder ob er jemanden kennt, der das tut. Das sagt oft mehr aus als jede Beschreibung.

Barrierefreier Urlaub mit Hund: Was Sie wissen sollten

Viele Menschen mit Mobilitätseinschränkungen haben einen Begleithund oder möchten ihren eigenen Hund mitnehmen. Eine barrierefreie Unterkunft mit Garten ist dafür ideal, der Hund kann sich im Garten bewegen, ohne dass Sie lange Spaziergänge machen müssen.

Wichtige Fragen dazu:

  • Sind Hunde in der Unterkunft erlaubt?
  • Gibt es einen eingezäunten Garten, damit der Hund nicht weglaufen kann?
  • Wie groß darf der Hund sein?
  • Gibt es Wasser und Schattenplätze für den Hund im Garten? Ein gepflegter Außenbereich trägt maßgeblich zum Wohlbefinden bei, weshalb eine professionelle Gartenpflege auch bei Mietobjekten für eine dauerhaft sichere und ansprechende Umgebung sorgt.

Ein eingezäunter Garten ist für Hundebesitzer mit Mobilitätseinschränkungen besonders wertvoll. Der Hund kann sich frei bewegen, während Sie entspannt auf der Terrasse sitzen.

Zertifizierungen und Qualitätssiegel erkennen

Verschiedene Organisationen vergeben Zertifikate für barrierefreie Unterkünfte. Ein Siegel ist ein gutes Zeichen, aber nicht alle barrierefreien Unterkünfte sind zertifiziert – manche erfüllen die Standards, ohne das offizielle Siegel zu haben. Wichtig ist, die Unterschiede zwischen den Zertifizierungen zu kennen und zu verstehen, was sie wirklich aussagen.

Österreichische Standards und Zertifikate

Die verlässlichsten Zertifikate stammen von etablierten Organisationen:

Österreichische Plakette für Barrierefreiheit – Das bekannteste Siegel, vergeben von der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR). Die Plakette wird nur nach persönlicher Vor-Ort-Überprüfung vergeben. Der Prüfer kontrolliert konkret:

  • Türbreiten und Schwellenhöhen
  • Badezimmerausstattung (Haltegriffe, Duschsitz, Waschbecken-Unterfahrbarkeit)
  • Bewegungsflächen in allen Räumen
  • Gartenzugang und Wegebeschaffenheit

Das Siegel wird in drei Kategorien vergeben: Gold (höchster Standard), Silber (guter Standard) und Bronze (Grundstandard). Fragen Sie beim Vermieter, welche Kategorie die Unterkunft hat.

ÖNORM B 1601-1 – Das ist keine Plakette, sondern die österreichische Norm für barrierefreies Bauen. Viele Vermietende behaupten, ihre Unterkunft erfülle diese Norm, ohne dass eine unabhängige Stelle das überprüft hat. Die Norm definiert konkrete Maße:

  • Türbreiten: mindestens 80 cm lichte Breite
  • Bewegungsflächen: mindestens 1,5 m vor Türen und Sanitäreinrichtungen
  • Rampensteigung: maximal 6 % (das heißt 6 cm Höhenunterschied auf 1 Meter Länge)
  • Haltegriffe: 75-85 cm Höhe, 4-5 cm Durchmesser

Wenn ein Vermieter sich auf ÖNORM B 1601-1 bezieht, fragen Sie nach einem Nachweis oder einer Überprüfung durch einen Sachverständigen.

Regionale und spezialisierte Zertifikate

Einige Bundesländer und Tourismusverbände haben eigene Zertifizierungsprogramme:

  • Salzburg Barrierefrei – Salzburg Tourismus hat ein eigenes Gütesiegel für barrierefreie Unterkünfte
  • Tirol Barrierefrei – Ähnliches Programm für Tiroler Unterkünfte
  • Vorarlberg Barrierefrei – Regionales Zertifikat mit strengeren Anforderungen an Gartenbereiche

Diese regionalen Siegel sind oft strenger als nationale Standards, da sie speziell auf die Geographie und Infrastruktur der Region abgestimmt sind.

Was ein Zertifikat NICHT garantiert

Ein Zertifikat sagt aus, dass die Unterkunft zum Zeitpunkt der Überprüfung die Standards erfüllte. Es garantiert aber nicht:

  • Dass die Ausstattung seitdem nicht verschlechtert wurde
  • Dass die Unterkunft für ALLE Arten von Mobilitätseinschränkungen geeignet ist (eine rollstuhlgerechte Wohnung ist nicht automatisch auch für Menschen mit Sehbehinderung optimiert)
  • Dass der Garten gepflegt ist oder dass Wege noch befahrbar sind

Ein Zertifikat von vor drei Jahren ist weniger aussagekräftig als eines von vor einem Jahr. Fragen Sie nach dem Ausstellungsdatum.

Warnsignale bei fehlenden Zertifikaten

Nicht alle guten Unterkünfte sind zertifiziert – manche Vermietende kennen das System nicht oder finden die Kosten zu hoch. Das ist nicht automatisch ein Grund, die Unterkunft abzulehnen. Aber achten Sie auf diese Warnsignale:

  • Der Vermieter kann keine konkreten Maße nennen („Ja, die Türen sind breit genug“)
  • Es gibt keine Fotos von Badezimmer und Garten
  • Der Vermieter hat noch nie Gäste mit Mobilitätseinschränkungen gehabt
  • Die Unterkunft wird als „rollstuhlgerecht“ beworben, aber es gibt keine Details zur Ausstattung

In diesen Fällen sollten Sie besonders gründlich nachfragen und um Referenzen von früheren Gästen bitten.

Profi-Tipp
Ein Insider-Tipp: Viele Vermietende mit echtem Engagement für Barrierefreiheit sind Mitglied in Organisationen wie der ÖAR oder dem Österreichischen Behindertenrat. Das ist oft ein besseres Zeichen als ein Zertifikat – es zeigt, dass der Vermieter sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzt.

Tipps zur Buchung und Vorab-Recherche

Eine gute Vorbereitung spart Enttäuschung. Bevor Sie buchen, sollten Sie systematisch recherchieren.

So recherchieren Sie richtig:

  1. Fragen Sie konkret nach Details. Nicht „Ist die Unterkunft barrierefrei?“ sondern „Wie breit ist die Eingangstür?“ und „Gibt es Haltegriffe im Badezimmer?“

  2. Bitten Sie um Fotos. Nicht nur schöne Aufnahmen, sondern auch Fotos von Türen, Badezimmer und Garten.

  3. Telefonieren Sie mit dem Vermieter. E-Mails sind zu leicht misszuverstehen. Ein Telefonat zeigt, ob der Vermieter sich wirklich auskennt.

  4. Fragen Sie nach Erfahrungen. Hat der Vermieter schon Gäste mit Rollstuhl gehabt? Was haben diese gesagt?

  5. Überprüfen Sie die Lage. Wie weit ist es zum nächsten Arzt? Gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe?

  6. Buchen Sie direkt beim Vermieter. Das ist oft günstiger und Sie haben direkten Kontakt für Fragen vor und während des Aufenthalts.

Eine barrierefreie Unterkunft mit Garten ist eine Investition in Ihren Urlaub. Die Zeit, die Sie in die Recherche stecken, lohnt sich.

Rechtliche Ansprüche und Kostenerstattung

In Österreich haben Menschen mit Behinderungen Anspruch auf Unterstützung bei Urlaubsreisen. Das ist in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen geregelt.

Die wichtigsten Punkte:

  • Behindertenpass: Mit einem gültigen Behindertenpass haben Sie Anspruch auf Zuschüsse zu Urlaubsreisen. Die Höhe hängt vom Bundesland ab.
  • Sozialversicherung: Manche Krankenkassen unterstützen Rehabilitationsurlaube. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach.
  • Steuererleichterungen: Kosten für eine barrierefreie Unterkunft können unter bestimmten Bedingungen steuerlich geltend gemacht werden.

Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder beim Sozialministerium nach den aktuellen Regelungen. Die Ansprüche und Zuschüsse ändern sich regelmäßig.

Für konkrete Fragen zur Kostenerstattung empfehlen wir, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Der Österreichische Behindertenrat bietet Informationen zu Ansprüchen und Unterstützungsmöglichkeiten.

Technische Hilfsmittel vor Ort nutzen

Viele Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bringen ihre eigenen Hilfsmittel mit in den Urlaub – Rollstuhl, Gehhilfen, Duschhocker. Das ist oft unpraktisch: lange Reisewege, Beschädigungsgefahr, zusätzliches Gewicht. Eine gute barrierefreie Unterkunft bietet Hilfsmittel vor Ort, die Sie nutzen können. Das spart nicht nur Platz im Koffer, sondern gibt Ihnen auch Flexibilität.

Welche Hilfsmittel sollten vor Ort verfügbar sein

Die wichtigsten Hilfsmittel für einen komfortablen Aufenthalt:

Für Mobilität:

  • Rollstuhl-Rampen (für Treppen oder Stufen, die nicht vermieden werden können)
  • Gehstützen oder Gehrahmen
  • Rollstuhl (als Leihgerät, falls Sie keinen eigenen haben)

Für das Badezimmer:

  • Erhöhte Toilettensitze (10-15 cm Erhöhung)
  • Duschhocker oder Duschbrett
  • Badewannenlift (für Unterkünfte mit Badewanne statt Dusche)
  • Haltegriffe zum Nachrüsten (falls nicht fest installiert)
  • Rutschfeste Badematten

Für das Schlafzimmer:

  • Pflegebett oder verstellbares Bett (mit Kopf- und Fußteil-Verstellung)
  • Bettseitenschutz oder Bettgitter
  • Nachttischerhöhung

Für den Garten:

  • Gartenrollstuhl (robuster als Innenrollstuhl, mit größeren Rädern für unebenes Gelände)
  • Rollstuhl-Rampen für kleine Höhenunterschiede
  • Gartenstuhl mit Armlehnen (zum Aufstehen)

Wo Sie Hilfsmittel mieten können

Wenn die Unterkunft ein Hilfsmittel nicht hat, können Sie es oft vor Ort mieten. Das ist günstiger und praktischer als Mitnahme:

Sanitätshäuser und Reha-Fachgeschäfte – In größeren Orten gibt es spezialisierte Geschäfte, die Hilfsmittel vermieten. Sie können diese vor Ihrer Ankunft kontaktieren und Geräte reservieren. Die Kosten hängen vom jeweiligen Anbieter und der Mietdauer ab.

Fragen Sie den Vermieter, welche Sanitätshäuser in der Nähe sind und ob er Kontakte hat.

Krankenkassen und Sozialversicherung – Unter bestimmten Bedingungen übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten für Hilfsmittel im Urlaub. Das ist besonders relevant, wenn Sie ein Pflegebett oder einen Badewannenlift benötigen. Fragen Sie vor der Reise bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Kosten erstattet werden.

Mobilitätsdienste – In touristischen Regionen gibt es spezialisierte Dienste, die Hilfsmittel direkt zur Unterkunft bringen und wieder abholen. Diese sind teurer, aber sehr praktisch, wenn Sie kurzfristig etwas benötigen.

Wie Sie Hilfsmittel vor Ort organisieren

Planen Sie rechtzeitig:

  1. Schreiben Sie eine Liste – Notieren Sie, welche Hilfsmittel Sie benötigen (z.B. Duschhocker, erhöhter Toilettensitz, Pflegebett).

  2. Fragen Sie den Vermieter – Teilen Sie die Liste mit und fragen Sie, was vor Ort vorhanden ist. Bitten Sie um Fotos der Hilfsmittel, damit Sie sehen, in welchem Zustand sie sind.

  3. Recherchieren Sie Sanitätshäuser – Suchen Sie online nach Sanitätshäusern oder Reha-Fachgeschäften in der Nähe der Unterkunft. Notieren Sie Telefonnummern und Öffnungszeiten.

  4. Kontaktieren Sie die Krankenkasse – Fragen Sie, ob Mietkosten für Hilfsmittel erstattet werden und welche Unterlagen Sie benötigen.

  5. Buchen Sie rechtzeitig – Wenn Sie ein Hilfsmittel mieten möchten, reservieren Sie es mindestens zwei Wochen vor Ihrer Ankunft. In der Hochsaison können Geräte ausgebucht sein.

Qualität und Sicherheit von Leihgeräten

Nicht alle Leihgeräte sind gleich. Achten Sie auf:

  • Zustand – Fragen Sie nach dem Alter des Geräts und wann es zuletzt überprüft wurde. Ein Rollstuhl sollte nicht älter als 5 Jahre sein.
  • Hygiene – Leihgeräte sollten desinfiziert sein. Fragen Sie, ob das Gerät vor Ihrer Ankunft gereinigt wird.
  • Funktionsfähigkeit – Testen Sie das Gerät sofort nach Ankunft. Wenn etwas nicht funktioniert, kontaktieren Sie den Vermieter oder das Sanitätshaus sofort.
  • Versicherung – Fragen Sie, ob Schäden am Leihgerät versichert sind oder ob Sie haften.
Achtung
Ein häufiger Fehler: Menschen nehmen an, dass ein Leihgerät automatisch sicher und sauber ist. Das ist nicht immer der Fall. Überprüfen Sie Leihgeräte immer sofort nach Ankunft und melden Sie Mängel dem Vermieter oder dem Sanitätshaus.

Hilfsmittel, die Sie immer selbst mitbringen sollten

Einige Hilfsmittel sollten Sie immer selbst mitbringen, auch wenn sie vor Ort verfügbar sind:

  • Persönliche Orthesen oder Prothesen – Diese sind individuell angepasst und können nicht geliehen werden.
  • Medizinische Hilfsmittel – Katheter, Stomabeutel, Inkontinenzhilfen sollten Sie in ausreichender Menge mitbringen.
  • Spezielle Kissen oder Matratzen – Wenn Sie ein Druckentlastungskissen benötigen, bringen Sie es mit. Leihgeräte erfüllen oft nicht Ihre persönlichen Anforderungen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten, welche Hilfsmittel Sie unbedingt selbst mitbringen sollten.

Fazit: Die richtige barrierefreie Unterkunft finden

Eine barrierefreie Unterkunft mit Garten ist kein Luxus, es ist ein Grundrecht. Der Urlaub sollte erholsam sein, nicht stressig.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Fragen Sie konkret nach Details, nicht nur „barrierefrei ja oder nein“
  • Überprüfen Sie Türbreiten, Badezimmerausstattung und Gartenwege
  • Bitten Sie um Fotos und sprechen Sie mit dem Vermieter
  • Nutzen Sie Zertifikate als Orientierung, aber verlassen Sie sich nicht nur darauf
  • Buchen Sie direkt beim Vermieter für besseren Kontakt

Eine barrierefreie Ferienwohnung mit Garten sollte Ihnen Freiheit geben, nicht zusätzliche Hürden. Mit guter Vorbereitung finden Sie die richtige Unterkunft für Ihren Urlaub.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der konkrete Unterschied zwischen barrierefrei und behindertengerecht?

Barrierefrei bedeutet, dass die Unterkunft ohne Stufen, mit ausreichend breiten Türen (mindestens 80 cm) und ebenen Böden zugänglich ist. Behindertengerecht geht darüber hinaus und bezieht sich auf spezifische Ausstattungen wie unterfahrbare Waschbecken, Duschsitze oder Haltegriffe. Eine barrierefreie Ferienwohnung bietet grundlegende Zugänglichkeit, während behindertengerecht gezielt auf Mobilitätseinschränkungen ausgerichtet ist.

Welche Zertifizierungen gibt es für barrierefreie Unterkünfte in Österreich?

In Österreich gibt es verschiedene Zertifizierungen für barrierefreie Unterkünfte, die von etablierten Organisationen und Tourismusverbänden vergeben werden. Viele Bundesländer führen zudem eigene Verzeichnisse barrierefreier Unterkünfte. Fragen Sie beim Anbieter nach solchen Zertifikaten – sie geben Sicherheit über die tatsächliche Ausstattung.

Kann ich direkt mit dem Gastgeber kommunizieren, wenn ich spezifische Fragen zur Barrierefreiheit habe?

Ja, direkter Kontakt mit dem Gastgeber ist oft aussagekräftiger als standardisierte Beschreibungen. Fragen Sie nach genauen Türbreiten, Rampen, Bewegungsflächen im Bad und Garten-Details. Ein persönliches Gespräch zeigt auch, wie erfahren und aufmerksam der Gastgeber mit besonderen Bedürfnissen umgeht – das ist für einen entspannten Urlaub entscheidend.

Worauf sollte ich beim Garten einer barrierefreien Ferienwohnung besonders achten?

Überprüfen Sie, ob der Garten ebenerdig von der Terrasse erreichbar ist, welche Wege vorhanden sind (gepflastert oder Kies), und ob diese breit genug für einen Rollstuhl sind. Fragen Sie nach Sitzmöglichkeiten, Sonnenschutz und ob Haltegriffe oder Rampen vorhanden sind. Für Hunde ist wichtig, dass der Garten eingezäunt ist und ausreichend Platz zum Bewegen bietet.


Eine wirklich barrierefreie Unterkunft mit Garten ist schwer zu finden, aber sie macht den Unterschied aus. Ferienwohnungen Gutenbrunn bietet vier liebevoll ausgestattete Wohnungen mit ebenerdigem Zugang, rollstuhlgerechten Badezimmern und einem gepflasterten Garten. Die persönliche Betreuung durch Anna & Herbert bedeutet, dass Sie Fragen haben, jemanden erreichen können. Buchen Sie direkt bei uns und genießen Sie einen Urlaub ohne Kompromisse in der ruhigen Natur.

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