Schloss Gutenbrunn im Waldviertel mit den Gastgebern Anna und Herbert

Geschichte eines besonderen Ortes

Das Schloss Gutenbrunn gehört zu den geschichtlich bedeutendsten Gebäuden der kleinen Waldviertler Gemeinde. Seine elegante Fassade erinnert an eine Zeit, in der Gutenbrunn wirtschaftlicher Mittelpunkt einer weitläufigen Herrschaft war. Bis heute prägt das Schloss gemeinsam mit der Pfarrkirche das historische Erscheinungsbild des Ortes.

Joseph von Fürnberg und die Entstehung des Schlosses

Errichtet wurde Schloss Gutenbrunn zwischen 1771 und 1785 durch Joseph von Fürnberg. Der Unternehmer und Grundherr spielte bei der wirtschaftlichen Entwicklung des südlichen Waldviertels eine wichtige Rolle.

Fürnberg ließ in Gutenbrunn nicht nur wirtschaftliche Betriebe errichten. Mit dem neuen Schloss entstand auch ein repräsentativer Verwaltungssitz für seine Besitzungen. Das Gebäude sollte Wohlstand vermitteln, ohne die Dimensionen einer großen Residenz anzunehmen.

Frühklassizistische Architektur

Schloss Gutenbrunn ist als dreiseitige Ehrenhofanlage gestaltet. Der zweigeschossige Haupttrakt wird von niedrigeren Seitenflügeln eingerahmt. Dadurch entsteht ein geschützter Hof, der sich zur Vorderseite öffnet.

Besonders auffällig sind:

  • das hohe Mansardwalmdach,
  • der fünf Fensterachsen breite Mitteltrakt,
  • die große korbbogenförmige Nische über dem Eingang,
  • der geschwungene Balkon mit barockem Geländer,
  • die zurückhaltend gegliederte helle Fassade,
  • sowie die historischen Laternen vor dem Haupteingang.

Diese Verbindung aus klarer frühklassizistischer Gestaltung und einzelnen barocken Schmuckelementen verleiht dem Schloss seinen unverwechselbaren Charakter.

Von Fürnberg zu Kaiser Franz I.

Im Jahr 1795 wurde das Schloss von Kaiser Franz II. erworben. Derselbe Herrscher nahm später als Franz I. den Titel Kaiser von Österreich an.

Um 1800 gelangten die Herrschaften Gutenbrunn und Persenbeug in den kaiserlichen Privatbesitz. Damit begann die lange Verbindung des Schlosses mit dem Haus Habsburg-Lothringen. Über mehrere Erbgänge kamen die Besitzungen schließlich an Kaiser Franz Joseph I., der sie 1916 an seine Tochter Marie Valerie weitergab.

Bis 2012 gehörte Schloss Gutenbrunn zum Habsburg-Lothringischen Gut Persenbeug. Danach ging das denkmalgeschützte Gebäude in privaten Besitz über.

Das Schloss in der Gegenwart

In den vergangenen Jahren wurde das Schloss unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes restauriert. Die historischen Proportionen und charakteristischen Bauteile blieben dabei erhalten.

Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz und ist kein regulär geöffnetes Museum. Bei einem Spaziergang durch Gutenbrunn lässt sich die Anlage jedoch von den öffentlich zugänglichen Bereichen aus betrachten.

Die Marktgemeinde hat außerdem eine zukünftige öffentliche Nutzung des Schlossgartens angekündigt. Da sich solche Vorhaben und Zugangsregelungen ändern können, empfiehlt sich vor einem Besuch eine Nachfrage beim Gemeindeamt beziehungsweise ein Blick auf die Internetseite der Marktgemeinde Gutenbrunn.

Bitte beachten Sie private Grundstücksgrenzen, Absperrungen und aktuelle Hinweisschilder.

Ein Spaziergang durch die Geschichte Gutenbrunns

Das Schloss lässt sich wunderbar in einen gemütlichen Ortsrundgang einbauen. Nur wenige Gehminuten entfernt liegen weitere sehenswerte Stationen:

Die Schlossräume und das private Schlossareal können nicht als barrierefrei vorausgesetzt werden. Die öffentlich zugänglichen Wege im Ortsgebiet sind teilweise befestigt, können jedoch Steigungen oder Unebenheiten aufweisen.

Weitere Anregungen finden Sie in unserer Übersicht Ausflugsziele in Gutenbrunn – Urlaub direkt vor der Haustür.

Urlaub bei Anna und Herbert

Wer die Geschichte und Natur des Waldviertels in Ruhe entdecken möchte, findet bei Anna und Herbert einen gemütlichen Ausgangspunkt. Unsere drei Ferienwohnungen bieten Platz für unterschiedliche Urlaubsbedürfnisse:

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